Horrorfilme

Der Horrorfilm ist ein Teilbereich des Filmgenres, welcher versucht den Zuschauer mit bestimmten Elementen wie Angst, Ekel oder Schrecken zu beeinflussen. Häufig wird der Protagonist eines Horrorfilmes mit übernatürlichen Gegnern wie Vampiren, Geistern, Zombies oder Werwölfen konfrontiert. Zu beachten ist hierbei, dass der Horrorfilm ein selbstständiges Genre darstellt und nicht, wie häufig angegeben, mit den Thriller gleichzusetzen ist.

Ebenfalls typisch für einen Horrorfilm ist eine vom Regisseur bestrebte Identifikation des Publikums mit dem Protagonisten. Dies wird versucht, durch Alltägliches zu vermitteln. So sind die Gegner häufig übernatürlicher Natur, jedoch werden auch die alltäglichen Probleme des Protagonisten aufgegriffen. Ein Nebengenre stellt hier der sogenannte „Slasher-Film“ dar, welcher das möglichst grausame und blutige Töten einzelner Personen beinhaltet. Man ist bemüht das Gruselerlebnis mit bestimmten Kameratechniken zu unterstützen, damit der Zuschauer möglichst intensiv am Film teilhaben kann. Dies kann zum Beispiel mit einem „Point- of- View-Shot“ gewährleistet werden, wo der Zuschauer das Erlebte aus Sicht des Protagonisten erlebt. Musikalische Untermalung und Klangeffekt finden ebenfalls oft ihren Einsatz. So kann das Einsetzen einer Melodie beim Zuschauer ein schauriges oder bedrohliches Gefühl, passend zur Situation, vermitteln. Häufig kommt es in diesen Filmen zu paradoxen Erscheinungen, es tritt oftmals das vom Zuschauer Unerwartete ein und geltende Naturgesetze werden von Wundern und Übernatürlichem gebrochen. Dabei ist man bemüht dies möglichst abwechslungsreich, aber trotzdem mit einer gewissen Logik, welche sich häufig im für den Protagonisten ergibt, zu tun.

Die Geschichte des Horrorfilmes ist sehr alt. Bereits im 19. Jahrhundert gab es im literarischen Rahmen der Schauerromantik Theaterstücke, welche die für den heutigen Horrorfilm typischen Elemente enthalten. 1910 der Stummfilm „Frankenstein“, ursprünglich von Mary Shelleys geschrieben, verfilmt. Zahlreiche Verfilmungen von oftmals älterer Gruselliteratur folgten. Erst der 1976 veröffentlichte Film „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ basierend auf dem zeitgenössischen Buch von Stephen King, führte zu einer Neuorientierung im Horrorgenre. Heutzutage sind die Themenbereiche variabler, eine alte historische Vorlage, oder das Basieren auf ein Buch sind nicht notwendig, stellen aber bis heute noch beliebte Elemente dar. Durch blutige Szenen, erschreckende Momente, Veranschaulichung von Gewalttaten und betonen von Tabuthemen, wie Vergewaltigung oder Kindestötung, erhalten Horrorfilme oft eine Altersbeschränkung der „Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ (FSK), um junge Jugendliche nicht durch das Zeigen solcher Filme zu verstören oder zu beeinflussen.

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